# #
Garagiste français à Berlin

   24.05.2013 
N°. 38Accueil / EmpfangAgendaDie Gazette Politique 2013Economie 2013Société 2013Culture 2013Lieux 2013Musique 2013Evènements 2013Médias-Com 2013Sport 2013Economie 2011Société 2011Photo de la semaineVos commentairesBlogsNos conseils BlogsSur nos blogs...Créez votre blog!L'équipeLa Gazette a 6 ans ! Qui sommes nous?Wer sind wir ?Who are we ?KTO мы ?Fixeur à Berlin ServicesL'Allemagne en françaisLaisser une annonceInfolettre & RSSPetites AnnoncesPublicité / WerbungAnnonceursLiens / LinksContactImpressumArchivesNos archivesChronique historique








Am 25. März haben die Senegalesen beschlossen 12 Jahren der Herrschaft von Abdoulaye Wade ein Ende zu setzen. Der neue senegalesische Präsident der Republik heißt also Macky Sall und seine Wahl wird in der ganzen Welt als eine große Errungenschaft für die senegalesische Demokratie angesehen. Dahingegen leidet das Nachbarland Mali nach einem Militärputsch unter einer schlimmen politischen Krise; die Nationale autonome Wahlkommission (Commission électorale nationale autonome) unterstreicht ein „Beispiel an Reife des senegalesischen Volks und der politischen Klasse des Landes“.





Macky Sall am 2009
Foto : Serigne Diagne


Man sieht laut jubelnde Mengen in den Straßen Dakars und in ganz Senegal: Freudenschreie, Tanz und Gesang; das Bild eines Volkes, das stolz ist eine Seite in der Geschichte hinter sich gelassen zu haben. Dabei schienen die Präsidentschaftswahlen 2012 alle Merkmale einer größeren politischen Krise aufzuweisen. Es handelt sich in der Tat erst um den zweiten Regierungswechsel in dem Land Lépold Sédar Senghors [er war ein senegalesischer Dichter und Politiker und von 1960 bis 1980 Präsident des Landes Senegal]: nach Abdou Diouf kam 2000 Abdoulaye Wade an die Macht.




Youssou N'Dour in Varsovie am 2009
Foto : Henryk Kotowski

Nachdem die offizielle Liste der Kandidaten von dem Verfassungsgericht im Januar 2012 freigegeben wurde, kam es zu mehreren Gewalttaten, es kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, 150 wurden verletzt. Grund für diese Gewaltakten war unter anderem, dass der Sänger und Musiker Youssou N’Dour nicht kandidieren durfte. Man befürchtete aber auch die Reaktion Abdoulaye Wades gegenüber einer Niederlage. Er hatte 2009 seinen Sohn zum Staatsminister ernannt, was große Enttäuschungen in den Wahlkreisen auslöste. Somit schürte er die Angst einer monarchischen Thronfolge. Trotz aller Befürchtungen verliefen die zwei Wahlrunden friedlich, der einstige Präsident, 85 Jahre alt, erkannte ohne jeglichen Hader den Sieg jenes Mannes an, welcher Ende der 1980-iger Jahre seiner liberalen Partei beitrat.




Die Gesamtheit der senegalesischen Presse begrüßt die Machtübernahme Macky Salls. Die senegalesische Zeitung „Le Soleil“ veröffentlicht unter anderem am 26. März die Unterredung mit dem Chef der „mission d’observation électorale de l’Union africaine“ (Mission der Beoabachtung der Wahlvorgänger der afrikanischen Union), Olusegun Abasanjo, der die Neugewonnene demokratische Reife des Landes hervorhebt. „Le quotidien“, senegalesische Zeitung, fasst in seinem Editorial die Wahlen folgendermaßen zusammen:“Ich ziehe meinen Hut vor euch, Volk!“, während der „Le populaire“ mit „Was für ein Volk!“ betitelt. Die dominierende Idee ist eben die, des triumphierenden Volkes. Der Fürsprecher Abdoulaye Wades hat unter anterem diesen Fakt nach der Niederlage betont:“ Es ist wichtig für uns die Wahl der Senegalesen zu respektieren. Der Senegal ist eine sehr große Demokratie, das senegalesischen Volk ist ein reifes Volk.“



Macky Sall, der nun an der Macht ist, muss einer großen sozialen Nachfragen nachkommen. Er hat sich dafür ausgesprochen die Preise schnell zu senken und 500 000 Arbeitsplätze zu schaffen. Es kommen aber noch andere anspruchsvolle Aufgaben auf ihn zu: die Problematik der Stromversorgung muss geklärt, die senegalesische Demokratie muss weiter gestärkt werden, z.B. indem die Institutionen gesichert und das Prinzip der Trennung der Gewalten geschützt werden. Im Senegal lebt mehr als die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze, die Arbeitslosigkeit betrug 2008 48%, aber trotz allem scheint die Demokratie eine Errungenschaft zu sein. Wenn 70% der Bevölkerung unter 30 Jahre alt sind, stellen sich immer neue Herausforderungen. Der nächste Wahltermin Senegals ist für den 17. Juni 2012 vorgesehen, die erste Runde der Parlamentswahlen steht an, es entscheidet sich, ob dem neuen Präsidenten parlamentarische Mehrheit zugesprochen wird.

 

Sarah Maquet - Übersetzung Céline Bobillon

26.03.2012








La Gazette sur les réseaux sociaux : "déjà plus de 7500 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 2200 sur Twitter" "déjà plus de 7500 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 2200 sur Twitter"

Google
Web La Gazette
Blogs Facebook

Garagiste français à Berlin


Prix d'honneur Louise Weiss du journalisme européen.




Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
Beer, Gastl & Partner
Schloßstraße 17
13467 Berlin
Tel. +49 (0)30 810 335 620
www.ra-revel.de

Faites votre pub ici!

Auberges de Jeunesse à Berlin



KOCH KARIMI
Cabinet d’avocats franco-allemand
(Berlin – Paris)
Rechtsanwälte, in Deutschland und Frankreich zugelassen

MEDIATIS
Faire un crédit pour financer ses études à l'étranger

JOBISJOB
Toutes les offres d’emploi à Berlin et partout en Europe





LEO - Dictionnaire