imprimer   24.05.2012 
N°. 36Accueil / EmpfangAgendaDie Gazette1. Quartal 2012Die Gazette 2011Die Gazette 2010Die Gazette 2009Die Gazette 2008Politique 20121e Trimestre 2012Politique 2011Société 2012Société 2011EconomieMédias-comScènesExpositionsLivresCultureCinémaMusiqueSportLieuxEntrevuesPhoto de la semaineVos commentairesBlogsNos conseils BlogsSur nos blogs...Créez votre blog!ArchivesNos archivesChronique historiqueL'équipeQui sommes nous?Wer sind wir ?Who are we ?KTO мы ?Fixeur à Berlin ServicesLaisser une annonceInfolettre & RSSPetites AnnoncesPublicité / WerbungAnnonceursLiens / LinksContactImpressum











Bild: twicepix

In der Schweiz hat am 23. Oktober die Wahl des Nationalrats stattgefunden. Wussten Sie nicht? Kaum jemand in Deutschland oder Frankreich hat Notiz genommen von diesem politischen Ereignis. Ein Blick über die Alpen lohnt sich dennoch. Zum einen leben in der Schweiz verschiedene Sprachgruppen mit sehr verschiedenen Mentalitäten, zum anderen hat es das Land geschafft, den Trend zum Rechtspopulismus, der in vielen europäischen Nationen spürbar ist, umzukehren.




Selbst im hübschen Nationalratssaal ist das Alpenthema dominierend.
Bild: keepthebyte

Warum ignorieren wir die Wahl in der Schweiz?

 

Die Schweiz mag uns manchmal marginal erscheinen. Sicher, was immer wieder die Gemüter erhitzt oder sogar erheitert, ist die Geschichte mit dem Frauenstimmrecht. Das haben die Schweizerinnen nämlich erst – für europäische Verhältnisse bemerkenswert spät – 1971 bekommen; in einigen Kantonen sogar erst 1990. Ansonsten ist Schweiz, in den Köpfen vieler Deutscher immer noch ein winziges, friedliches Land, aus dem wir Käse und Schokolade importieren oder in dem wir unseren Ski-Urlaub verbringen. Warum aber interessieren wir uns nicht für politische Debatten in der Schweiz? Vielleicht weil man sich solche Debatten auf Schwizerdütsch gar nicht vorstellen kann oder will. Die sprechen so unglaublich langsam. Diesen Eindruck haben nicht nur die Deutschen. Auch die Franzosen empfinden das schweizer Französisch zwar als sehr sauber und verständlich, jedoch auch als sehr behäbig. Das passt zum gediegenen Gesamteindruck, den die Eidgenossen machen. Vielleicht reagieren wir deswegen bei allem, was die Schweiz betrifft und nicht ess- oder besteigbar ist, mit recht auffälligem Desinteresse.


Was ist faszinierend an der Alpenrepublik?

 

Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sprechen verschiedene Sprachen, lesen unterschiedliche Zeitungen und Literatur und konsumieren jeweils ihr eigenes Fernsehen und Radio. Sie haben dadurch ganz verschiedene Mentalitäten. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „Röstigraben“, der die deutschsprachigen Schweizer von den Romands – wie die frankophonen Schweizer genannt werden – trennt. Und doch wählen sie gemeinschaftlich eine Regierung. Der am 23. Oktober gewählte Nationalrat, die große Kammer des Parlaments, spielt dabei eine zentrale Rolle. 200 Sitze werden dort alle vier Jahre nach dem Prinzip der Verhältniswahl verteilt. Der Nationalrat steht der kleinen Kammer, mit 46 nach dem Mehrheitswahlrecht gewählten Mitgliedern, gleichberechtigt gegenüber. Kleine und große Kammer zusammen ergeben die Vereinigte Bundesversammlung mit Sitz in Bern.


Was kam denn nun raus, bei der Wahl?




Subtiles Wahlkampfplakat der rechtspopulistischen SVP (Schweizerische Volkspartei).
Bild: rytc


Ganz Erfreuliches ist bei den Wahlen herausgekommen. Entgegen den Erwartungen verlor die nationalkonservative und rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP) etwa 3,6% der Stimmen. Die erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit präsenten Parteien der Grünliberalen (GLP – 2004 gegründet) und der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP – 2008 gegründet) hingegen konnten sich über gute Wahlergebnisse freuen. Traditionsparteien wie die liberale FDP schnitten schlechter ab als sonst. Ansonsten blieb der Frauenanteil der Abgeordneten stabil bei 28%, und das Durchschnittsalter der sank um ein Jahr von 51,17 auf 50,28 Jahre. In der Schweiz tut sich mehr, als man denkt.

 

Céline Deligny

25.10.2011




Hans Grunder, Präsident der erfolgreichen BDP (Bürgerlich-Demokratische Partei).
Bild: Swiss Federal Parliamentary Services





Auch er dufte sich freuen: Martin Bäumle von der GLP (Grünliberale Partei).
Bild: Swiss Federal Parliamentary Services








resultats entre 1 et 1 de 1
 

smartinus /// Dienstag, 25-10-11 19:43

In den Nachrichtensendungen und Printmedien wurden die Schweizer Wahlen durchweg thematisiert, es gab auch vorab schon Berichte zum Wahlkampf.

Die zwei wesentlichen Gründe für die zu relativierende Bedeutung der Parlamentswahl werden in dem Artikel leider nicht erwähnt:
Zum einen ergeben sich (1) durch die Wahlen bei der Zusammensetzung des Bundesrates (der Regierung) aufgrund der vorherrschenden Konkordanzdemokratie nur marginale Änderungen - wenn überhaupt. Und (2) ist die Bedeutung des Parlaments angesichts der zahlreichen direktdemokratischen Elemente deutlich geringer als in repräsentativen Demokratien.

PS: Ich empfinde das abgebildete SVP-Wahlplakat alles andere als "subtil", plump wäre vielleicht die passendere Beschreibung...

 
 

Ins Gästebuch eintragen

 

Image CAPTCHA pour prévenir l'utilisation abusive
 
 

La Gazette sur les réseaux sociaux : "déjà plus de 4300 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 1700 sur Twitter" "déjà plus de 4300 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 1700 sur Twitter"

Google
Web La Gazette
Blogs Facebook

Festival Francophonic à Berlin


Prix d'honneur Louise Weiss du journalisme européen.




Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
Beer, Gastl & Partner
Schloßstraße 17
13467 Berlin
Tel. +49 (0)30 810 335 620
www.ra-revel.de

Faites votre pub ici!

Auberges de Jeunesse à Berlin



KOCH KARIMI
Cabinet d’avocats franco-allemand
(Berlin – Paris)
Rechtsanwälte, in Deutschland und Frankreich zugelassen

MEDIATIS
Faire un crédit pour financer ses études à l'étranger

JOBISJOB
Toutes les offres d’emploi à Berlin et partout en Europe





LEO - Dictionnaire