

1. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Deutschland ?
Als Jugendlicher mochte ich die deutschen Fußballspieler, vor allem Dieter Muller, den damaligen Mittelstürmer der Girondins aus Bordeaux.
Ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit berufliche Kontakte mit Deutschland zu pflegen. Als gewerkschaftlicher Arbeiter bei Ford in Bordeaux, habe ich aber deutsche Kollegen von anderen großen Automobilfirmen bei großen europäischen kämpferischen Gewerkschaftssitzungen treffen können.
2. Welche Vorstellung haben sie von der zukünftigen deutsch-französischen Beziehung ?
Seit die Mauer gefallen ist, hat die beschleunigte „Modernisierung“ der deutschen Wirtschaft, unter Einfluss eines besonders effektiven sozialen Dumpings, dem wirtschaftlichen Riesen neue Ambitionen gebracht. Dieser verkraftet jedoch immer weniger die politische Bevormundung, die ihr von den vorgefallenen Ereignissen auferlegt wurde. Seit der Absorption der DDR ist das Kunstwerk vollkommen und lässt alle Pratonate Europas mit offenem Munde da stehen. Genau in diesem Punkt begründet sich die Hartnäckigkeit, mit welcher die französischen Zeitungen und politischen Verantwortlichen auf ein „deutsches Model“ hinweisen und dies in allen Bereichen: soziale Verhandlungen über die Rente, die Einkommen… Und in diesem Punkt begründet sich au der „merkozysme“: es gilt die Gelegenheiten, die die Krise mit sich bringt, zu nutzen, um einen strukturelle Feinanpassungsplan für Europa zu entwerfen, aber auch für Frankreich insbesondere. Das soziale System Frankreichs ist und bleibt ein nicht zu verleugnendes Hindernis auf dem Wege zur „freien und nicht verbogenen Konkurrenz“ in Europa, wenn es auch von vielen der letzten Reformen schon misshandelt wurde. Weit von hurrapatriotistischen und nationalistische Proklamationen ist es an der Zeit um das Beste aller Traditionen der deutschen und französischen Proletarier zu vereinen, um die internationale Solidarität der Völker und Widerstände aufzubauen, um die Macht der Finanzen und des Kapitals zu brechen. Diejenigen, die in Frankreich, Deutschland und allen andern Länder der Gemeinschaft von ihrer Arbeit leben, haben in der Tat die besten Chancen zusammen Gehalterhöhungen, Entlassungsverbote, Schuldenannulierung und Nationalisierung der Banken zu fordern.
3. Welche Vorschläge haben Sie für die im Ausland lebenden Franzosen ?
Wir kämpfen für die Freiheiten aller, sei es Umlauf oder Niederlassung… die Franzosen können sich ungehindert im Ausland niederlassen und deshalb sollten Ausländer, die dies fordern, sich ungehindert in Frankreich niederlassen und auch wählen können.
Wenn man all das, was seit Sarkozys Amtsantritt gestrichen wurde, wieder einfrühren würde, seien es die Kredite, die sozialen Möglichkeiten, Mittel für Schule, Konsulat und Kultur, würde man deutlich den Unterschied spüren. Manche mögen euch die Zuversicht geben und Versprechen machen, doch wenn sie dann in der Regierung sind, werden sie euch erklären, dass man „der Härte einen Sinn zusprechen muss“ und, dass es letztendlich nicht möglich ist. Andere halten heute noch energische Reden und werden dann für Ministerposten satellisiert. Ich sage euch, dass man sich in allen Domänen nur mit Mobilisierung durchsetzen kann.
Philippe Poutou

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Réponses des autres candidats :
- Nathalie Arthaud (Lutte Ouvrière)
- François Bayrou (Mouvement Démocrate)
- Jacques Cheminade (Solidarité & Progrès)
- Nicolas Dupont-Aignan (Debout La République)
- François Hollande (Parti Socialiste)
- Eva Joly (Europe Ecologie-Les Verts)
- Marine Le Pen (Front National)
- Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche)
- Philippe Poutou (Nouveau Parti Anticapitaliste)
- Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire)