« Der Tod Barths erinnere Frankreich an eine der tragischsten Episoden seiner Geschichte », Nicolas Sarkozy. Heinz Barth war im Juni 1944 SS-Obersturmführer. Beim Massaker von Oradour, bei dem 642 Menschen niedergemetzelt wurden, waren ihm 45 Soldaten der SS unterstellt. Am Massaker waren auch elsässische SS-Soldaten beteiligt, die so genannten malgré-nous. Der Prozess gegen die Kriegsverbrecher 1953 in Bordeaux riss in Frankreich tiefe Wunden. Im Plädoyer eines elsässischen Rechtsanwaltes hieß es: „Wir arbeiten an der Verwirklichung eines Traumes, an der Errichtung eines vereinten Europas. Diesem Ziel muss auch der Freispruch der SS von Oradour dienen!". Unter dem Druck der elsässischen Lobby, kam in Paris ein Amnestiegesetz zustande, in folge dessen alle französischen Verurteilten umgehend auf freien Fuß gesetzt wurden. Dass in diesem Jahr erstmals eine elsässische Delegation an der Gedenkfeier in Oradour teil nehmen durfte zeigt, wie langsam die Wunden verheilen.