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Garagiste français à Berlin

   21.05.2013 
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1. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Deutschland ?

 

Ich kenne Deutschland leider nur sehr schlecht, ich war einmal zu Besuch bei einem Paar, das seit zehn Jahren dort arbeitet.

Die drei Tage, die ich dort verbracht habe, haben mir ermöglicht das Organisationstalent der Deutschen mit eigenen Augen zu überprüfen. Es ist in der Tat eine Abwechslung zu dem kleinen gallischen Chaos, das wir in Frankreich haben!

 

 

2. Welche Vorstellung haben sie von der zukünftigen deutsch-französischen Beziehung ?

 

Die deutsch-französische Beziehung ist aus dem Gleichgewicht geraten. Deutschland vertritt in der EU seine Interessen, das ist natürlich mehr als berechtigt, aber unsere französischen Staatsoberhäupter verteidigen leider nicht die Interessen Frankreichs.

Man sagt ja schließlich auch, dass ein europäisches Abkommen verändert wird, wenn es entgegengesetzt der deutschen Verfassung sein sollte. Ist aber ein ebensolches Abkommen entgegengesetzt der französischen Verfassung, wird jedoch die französische Verfassung geändert!

Wie dem auch sei, das strategische Interesse, das unsere Länder verfolgen sollten, ist eine Paris-Berlin-Moskau-Achse, um auch weiterhin unsere wirtschaftliche Interessen zu verteidigen.

 

 

3. Welche Vorschläge haben Sie für die im Ausland lebenden Franzosen?

 

Ich möchte sechs essenzielle Punkte hervorheben:

 

SCHULWESEN: Es scheint uns wünschenswert eine Kostenübernahme des Schulbesuchs in den Oberstufen der französischen Einrichtungen im Ausland beizubehalten und sie allmählich auf die Grundschule auszuweiten. Dies wird anhand einer Erhöhung der Beihilfen und Stipendien realisierbar sein. Der Zugang zu französischen Einrichtungen soll vorzugsweise den Kindern zugesichert sein, die mindestens einen Elternteil mit französischer Staatsbürgerschaft haben.

 

DOPPELTE STAATSBÜRGERSCHAFT: Wir haben vor die Bestimmung zu der französischen Staatsbürgerschaft von Grund auf zu reformieren. Das Bodenrecht wird aufgehoben, Staatbürgerschaft vererbt oder verdient sich. Die expatriierten Franzosen dürfen die Staatsbürgerschaft ihres Gastgeberlandes annehmen.

 

SOZIALE ABSICHERUNG: Die soziale Absicherung, die von der CFE übernommen wird, scheint im Großen und Ganzen zufrieden stellend, auch wenn sie verbessert werden könnte, zum Beispiel in Ländern, in denen die Pflegekosten hoch sind (USA). Außerdem wäre es wünschenswert Abkommen mit den Ländern zu schließen, die noch über keine soziale Absicherung verfügen.

 

KONSULATSNETZWERK: Als große Macht sollte Frankreich über ein, seinem Status entsprechendem, Konsulatsnetzwerk verfügen. Man muss folglich dem aktuell laufenden „Änderungen“ ein Ende setzen. Die Kompetenz solche Konsulatsvertretungen sollte national und nicht europaweit bleiben.

 

POLITISCHE VERTRETUNG: Bei der MAE existiert eine Betreuungsleitung für Franzosen im Ausland, die sehr gut funktioniert. Das gerade erst ins Leben gerufene Sekretariat ist nur eine Maßnahme zum Wählerfang. Sie erweist den Franzosen im Ausland keine zusätzlichen Dienste und ist eine überflüssige Ausgabe.

 

AUSWANDERER: Die Sensibilisierung der Franzosen in Frankreich gegenüber der Situation ihrer im Ausland angesiedelter Landsmänner, die Probleme des Alltags, scheint keine besonders große Priorität zu haben. Die Einrichtung eines Jahres der Franzosen im Ausland erscheint mir als eine demagogische Spielerei.

 

 

 

Marine Le Pen


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Antworten der anderen Kandidaten :

- Nathalie Arthaud (Lutte Ouvrière)

- François Bayrou (Mouvement Démocrate)

- Jacques Cheminade (Solidarité & Progrès)

- Nicolas Dupont-Aignan (Debout La République)

- François Hollande (Parti Socialiste)

- Eva Joly (Europe Ecologie-Les Verts)

- Marine Le Pen (Front National)

- Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche)

- Philippe Poutou (Nouveau Parti Anticapitaliste)

- Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire)

 








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Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
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