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Garagiste français à Berlin

   19.05.2013 
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1. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Deutschland?

 

Ich habe mich schon immer sehr für Deutschland interessiert, es ist ein zentrales Land in der Geschichte sowie in der Geographie, das mit Frankreich durch so vieles verbunden ist, geschichtliches, politisches, wirtschaftliches, kulturelles. Deshalb ging meine erste Reise als Präsident der Französischen Republik, am selben Tag, an dem ich mich auch ins Elysée begab, natürlich nach Deutschland. Seitdem habe ich während meiner Amtszeit vertraut und eng mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen gearbeitet, für welche ich große Bewunderung und eine tiefe Freundschaft empfinde. Deutschland hat während der letzten zehn Jahre beeindruckende Reformen mit Beständigkeit und Entschlossenheit durchgeführt. Die Deutschen haben es mit Mut akzeptiert. Ich habe nicht gezögert den Franzosen nahe zu legen, wie sehr es wichtig ist, dass wir uns von dem inspirieren lassen müssen, was Deutschland die hochqualitative Wettbewerbsindustrie verstärkt hat, aber trotz allem der sozialen Marktwirtschaft treu geblieben ist. Frankreich hat ein bisschen Zeit verloren, die wir jetzt aufholen müssen. Wir haben dies in den letzten fünf Jahren in Angriff genommen und ich bin gewillt diese Bestrebung weiter zu verfolgen.

 

2. Welche Vorstellung haben sie von der zukünftigen deutsch-französischen Beziehung ?

 

Die Eintracht zwischen Deutschland und Frankreich ist unabdinglich für die europäische Konstruktion, denn Europa wurde auf der Versöhnung Frankreichs und Deutschlands aufgebaut. Der Elysée-Vertrag, der von dem General de Gaulle und dem Kanzler Adenauer abgeschlossen wurde, ist ein Symbol dieser Versöhnung. Es ist der deutsch-französische Motor, der Europa antreibt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Frankreich und Deutschland mehr Rechte haben, als alle anderen europäischen Länder; im Gegenteil, Deutschland und Frankreich haben Pflichten: sie haben die Aufgabe ununterbrochen an der Überwindung ihrer Verschiedenheit und Diskrepanz zu arbeiten, um ihre Kräfte im Dienste eines stärkeren Europas zu vereinen. Wenn Frankreich und Deutschland getrennt sind, ist Europa blockiert. Wenn Frankreich und Deutschland sich untereinander helfen, kann Europa voranschreiten. Dies ist nicht leicht umzusetzen, denn Deutschland ist die erste Wirtschaftsmacht und Frankreich die zweite und, weil die unsere politischen, administrativen und intellektuellen Traditionen oft sehr weit auseinander gehen. Am Beginn der Verhandlungen hatten Frankreich und Deutschland oft sehr unterschiedliche Meinungen! Die Kraft der deutsch-französischen Beziehung ist, dass wir nicht das Recht haben uns auf der Feststellung dessen zu ruhen, sondern dass wir die Pflicht haben uns zu verständigen und Kompromisse zu finden, die ganz nahe bei dem Gleichgewichtspunkt der europäischen Union liegen. So haben die Kanzlerin Merkel und ich auch vor allem während der Euro-Krise gehandelt: uns stand eine so noch nie gesehenen heftige Krise bevor, die das Herz der europäischen Konstruktion hätte zerstören können. Die Eintracht zwischen uns war unabdingbar, nichts wäre ohne sie möglich gewesen. Ich werde unabweichlich in diese Richtung hinarbeiten. Ich denke, dass Deutschland und Frankreich den Weg weisen müssen, wenn es schwierig mit 27 nach vor zu sehen. Deshalb haben wir ja auch die steuerpolisitsche Harmonisierung zwischen unseren beiden Ländern beschlossen. Die deutsch-französische Eintracht ist wesentlich für unsere beiden Länder sowie für ganz Europa.

 

3. Welche Vorschläge haben Sie für die im Ausland lebenden Franzosen ?

 

Ich wünsche mir seit 2007, dass die Franzosen im Ausland, an der Zahl mehr als 2 Millionen, endlich als ganze und richtige Franzosen wahrgenommen werden. Deshalb haben wir auch mehrere große Reformen in Kraft gesetzt, damit die die nationale Gemeinschaft den Franzosen im Ausland mehr Rechte zuspricht. Die Franzosen im Ausland werden jetzt von Abgeordneten in der nächsten Assemblée Nationale vertreten. Die Regierung hat die Kostenlosigkeit der Schullaufbahn der Gymnasialschüler eingeführt und zudem noch seit 2007 die Stipendien um 20% erhöht. Immobilenprogramme wurden auf allen Kontinente angesetzt, um vorige Maßnahme zu begleiten und unterstützen. Dies wir uns ermöglich noch weiter zu gehen, die Kostenlosigkeit über die Gymnasialstufe hinaus zu erweitern und zwar mit derselben progressiven Methode, die wir auch 2007 angesetzt hatten.

 

Ich habe ebenfalls unsere Mittel, die Franzosen im Ausland zu versichern, verbessert, indem ich den „Centre de crise du ministère des affaires étrangères“ (Krisenzentrum des Auswärtigen Amts) 2008 kreiert habe. Unsere Politik in Sachen Franzosen im Ausland ist recht simpel: die Landsmänner Frankreichs haben immer ihre Heimat an ihrer Seite, um sie zu beschützen und das ist für mich eine Priorität.

 

Außerdem wünsche ich mir, dass die öffentlichen Dienste immer aufmerksamer und effizienter den Franzosen im Ausland helfen können. Die öffentlichen Konsulardienste werden weiterhin modernisiert und zwar zugunsten derjenigen Regionen in der Welt, in denen die Demographie der Franzosen am dynamischsten ist. Die Senatskarte wird insgesamt keine Kürzungen erleiden. Ich schlagen außerdem noch vor, einen einzigen Schalter für alle Institutionen Frankreichs zu kreieren, um die Auswanderung aber auch die Wiederkehr der neugierigen Franzosen, die Erfahrungen außerhalb unserer Grenzen erleben wollen, zu vereinfachen. Die Vorgänge werden vereinfacht und die verwaltungstechnischen Hindernisse für Abfahrt und Ankunft verringert.

 

Zuletzt wünsche ich mir, dass die Franzosen im Ausland, die im Ausland arbeiten und somit das Zugpferd Frankreichs sind, mehr gewertschätzt werden und ihre berufliche Karriere als Beispiel zitiert wird. Die Wahlen der Abgeordneten im Juli wird uns ermöglichen die Realität des alltäglichen Lebens unserer Landmänner im Ausland kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

Nicolas Sarkozy


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Antworten der anderen Kandidaten :

- Nathalie Arthaud (Lutte Ouvrière)

- François Bayrou (Mouvement Démocrate)

- Jacques Cheminade (Solidarité & Progrès)

- Nicolas Dupont-Aignan (Debout La République)

- François Hollande (Parti Socialiste)

- Eva Joly (Europe Ecologie-Les Verts)

- Marine Le Pen (Front National)

- Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche)

- Philippe Poutou (Nouveau Parti Anticapitaliste)

- Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire)

 








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Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
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