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Garagiste français à Berlin

   18.05.2013 
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1. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Deutschland ?

 

Der Front de Gauche unterhält schon seit deren Gründung enge Beziehungen zur deutschen Die Linke-Partei. Wir gehen Hand in Hand, sei es in unserem gegenseitigen, parteilichen Austausch oder auf im Rahmen der europäischen Links-Partei. Wir arbeiten im europäischen Parlament zusammen. So oft es geht organisieren wir gemeinsame Initiativen, darunter auch legislative Initiativen. Letzten November haben wir z.B. einen Gesetzesentwurf für die Gründung eines europäischen Fonds für soziale, ökologische und solidarische Entwicklung verfasst. Zudem sind einige Repräsentanten von Die Linke in unserem Wahlkampf aktiv. Da ist die Präsidentschaftswahl keine Ausnahme. Die Linke unterstützt ganz offiziell die Kandidatur von Jean-Luc Mélenchon zur Wahl des französischen Staatspräsidenten. Ihr Gründer, Oskar Lafontaine, veranstaltete letzten Januar in Metz ein Treffen mit Jean-Luc Mélenchon. Am 18. März, anlässlich unserer « prise de la Bastille » - Aktion, war auch eine Die Linke – Delegation anwesend. Umgekehrt, nimmt der Front de Gauche jedes Jahr an der Gedenkfeier zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht teil und unterstützt ihr französisches Pendant auch sonst wo sie nur kann.

 

2. Welche Vorstellung haben sie von der zukünftigen deutsch-französischen Beziehung ?

 

Frankreich und Deutschland sind Europas größte Wirtschaftsmächte. Obwohl natürlich alle EU-Staaten gleich wichtig sind, gilt ihnen eine gesonderte Rolle darin im Interesse aller Staaten und ihrer Angehörigen zu agieren. Im Gegensatz zu asymmetrischen Beziehung, die Merkel und Sarkozy führen, wünschen wir uns eine Beziehung mehr auf Augenhöhe. Dabei würden wir komplementär und produktiv zusammenarbeiten. Wir sollten unsere Stärken, von denen einige vielleicht wiedererkannt oder wiederaufgebaut werden müssen, vereinen. Unsere Steuersysteme, ebenso wieunsere Sozial- und Umweltpolitik, sollten angeglichen werden. Wenn sowohl Frankreich als auch Deutschland in diese Richtung kooperieren, werden alle europäischen Nationen davon profitieren. Folgende ist also unsere Vision von den zukünftigen deutsch-französischen Beziehungen: eine ambitionierte Beziehung, die sich auf Solidarität, Komplementarität und das Allgemeinwohl beruft.

 

3. Welche Vorschläge haben Sie für die im Ausland lebenden Franzosen ?

 

Für den Front de Gauche sin die Ausland lebende Franzosen vollständig anerkannte Bürger. Sie sollten von einem an ihren Lebensmittelpunkt angepassten öffentlichen Dienst profitieren aber auch Steuern in einem Ausmaß zahlen, das ihren Einkünften entspricht. Dabei geht es dem Front de Gauche darum, dem Ministerium für Internationale Angelegenheiten (frz. Auswärtiges Amt) mehr Budget zukommen zu lassen, da seine Mittel durch die Schulreform (réforme des lycées français) und andere Budget-Kürzungen drastisch gekürzt wurden. Der zunehmenden Schließung von Konsulaten, französischen Schulen und „Alliances françaises“-Büros muss sofort ein Ende gesetzt werden. Unsere französischen Mitbürger haben das Recht auf solche Einrichtungen, und zwar öffentlich, d.h. für jeden zugänglich, und auf hohem Niveau. Der Zugang zur französischen Sozialversicherung muss auch ihnen garantiert sein und in schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situationen müssen diese Individuen Hilfe vom französischen Staat erhalten. Man muss wegkommen von der Politik, die Menschen in solchen Fällen einfach nach Frankreich zurückzuholen, da dieses Vorgehen ihre familiären Gegebenheiten völlig ignoriert. Im Gegensatz zu den von Sarkozy in den letzten Jahren eingeführten Maßnahmen, will der Front de Gauche alle Franzosen im Ausland bevorteilen, und nicht nur die reichen. Im Ausland wie in Frankreich soll unsere Politik es allen Franzosen ermöglichen von den öffentlichen Diensten zu profitieren, egal wie ihre Mittel aussehen und wie stark sie finanziell zu Frankreichs Wohlstand beitragen können.

 

 

Céline Meneses pour Jean-Luc Mélenchon


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Réponses des autres candidats :

- Nathalie Arthaud (Lutte Ouvrière)

- François Bayrou (Mouvement Démocrate)

- Jacques Cheminade (Solidarité & Progrès)

- Nicolas Dupont-Aignan (Debout La République)

- François Hollande (Parti Socialiste)

- Eva Joly (Europe Ecologie-Les Verts)

- Marine Le Pen (Front National)

- Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche)

- Philippe Poutou (Nouveau Parti Anticapitaliste)

- Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire)

 








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