

1. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Deutschland ?
Als Gaullist denke ich natürlich, dass die deutsch-französische Freundschaft einer fundamentalen Priorität unsere Diplomatie bedeutet. Der General de Gaulle und der Kanzler Adenauer haben eine neue Seite in der Geschichte der Beziehung zwischen unseren beiden Ländern aufgeschlagen, sie haben die Bündnis 1963 besiegelt in der Perspektive einer neuen und bindende Eintracht und Freundschaft, die auf der politischen Gleichheit in Europa und dem Willen einer bilateralen gesteigerten Kooperation beruht. Ich werde mich bemühen, mich in diese Richtung weiter zu bewegen. Unsere beiden Länder spielen eine besondere Rolle auf dem Kontinent, schon allein wegen ihrer zentralen Position, ihrer wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung, die sie zu den beiden Mächten des Kontinents machen.
2. Welche Vorstellung haben sie von der zukünftigen deutsch-französischen Beziehung ?
Ich denke, dass die deutsch-französische Beziehung heutzutage von der einheitlichen Währung befallen wird, die bedeutende Funktionsstörungen auf den Kontinent mit sich gebracht hat. Außerdem hat ihr die föderalistische Spirale der Europäischen Union, die Deutschland weitaus besser als Frankreich geziemt, zugetragen und zwingt die EU fundamentale Aspekte ihrer Persönlichkeit zu hinterfragen.. Sagte nicht einst ein Kanzler zu diesem Thema, dass föderalistische Absprung eine „Revolution“ für mein Land bedeuten würde? Die einheitliche Währung ermöglicht es den Ländern der Zone nicht den Wert der Währung der Realität ihrer Wirtschaft anzupassen. Und angesichts der Spannungen des Marktes und der Verweigerung rechtzeitig eine Restrukturierung (die Deutschland zu Recht eingefordert hat) der eigenstaatlichen Schulden vorzunehmen, haben die europäischen Länder ein finanzielles Luftschloss gebaut (das FESF, anschließend das MES). Ich verstehe nur zu gut das Zögern Deutschlands angesichts dieser Mechanismen Strenge verlangt. Nichtsdestotrotz denke ich auch (und bin dabei durchaus nicht der einzige), dass diese Kargheit ohne Ende ein Engpass ist und die Probleme nur vertieft, anstatt sie zu lösen. Man kann dies in Griechenland, Portugal oder Spanien beobachten. Deshalb muss Frankreich Deutschland vorschlagen den Euro in eine gemeinsame Währung zu verändern und die nationalen Währungen wiedereinzuführen (eurofranc, euromark…). So kann jedes Land eine an ihre wirtschaftliche Realität angepasste Währungspolitik sowie eine Autonomie, die uns diese Deckungsmittel ersparen würde, entwickeln. Frankreich sollte nur an einem wirklich kooperativen Europa der Nationen und der Völker mitwirken, in guter Zusammenarbeit mit Deutschland, um die deutsch-französische Freundschaft dauerhaft zu verwurzeln. Dies würde durch industrielle, wissenschaftliche und kulturelle Kooperationen passieren, die der Freundschaft eine konkrete Gestalt verleihen, statt der ganzen Reden, deren Irrealismus unfreiwillig zu Unverständlichkeiten führen kann.
3. Welche Vorschläge haben Sie für die im Ausland lebenden Franzosen?
Ich wünsche, dass ein Netzwerk der Französischen Gymnasien im Ausland entwickelt wird und, dass in unsere diplomatisches Netzwerk investiert wird (1 Milliarde Euro mehr 2017 als 2012), damit es die Franzosen im Ausland besser begleiten kann und das Land repräsentieren
Nicolas Dupont Aignan

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Antworten der anderen Kandidaten :
- Nathalie Arthaud (Lutte Ouvrière)
- François Bayrou (Mouvement Démocrate)
- Jacques Cheminade (Solidarité & Progrès)
- Nicolas Dupont-Aignan (Debout La République)
- François Hollande (Parti Socialiste)
- Eva Joly (Europe Ecologie-Les Verts)
- Marine Le Pen (Front National)
- Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche)
- Philippe Poutou (Nouveau Parti Anticapitaliste)
- Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire)