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Garagiste français à Berlin

imprimer   18.05.2013 
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Bevor die drei Bayern zu ihrer europäischen „Lautobahn-Tour“ aufbrechen, hatte die Gazette die Gelegenheit ihnen ein paar Fragen über ihre musikalische Inspiration, ihr humaniäres Engagement, ihre französischen Fans und ihre zukunftigen Projekte zu stellen.



Die Gazette: Wer komponiert die Musik und wer schreibt die Texte?

 

Jo: Die Texte und die Musik schreiben Mäx und ich zusammen. Wir haben uns für Lautonom oft getroffen und uns viel unterhalten. Generell kann es aber auch sein, dass Songs in der Bandprobe entstehen und nur zuhause weiterentwickelt werden. Wir haben uns für dieses Album sehr viel Zeit genommen und die Songs haben verschiedene Stadien durchlaufen.

 

Die Gazette: Woher kommt eure Inspiration? Von welchen verschiedenen Bands?

 

Jo: Unsere Inspiration kommt aus unserem direkten Umfeld. Wir haben viele Erfahrungen verarbeitet, die wir die letzten Jahre machen mussten. Natürlich sind wir seit dem letzten Album vor 3 Jahren auch menschlich gereift und sehen heute einige Dinge anders. Musikalisch lassen wir uns von den unterschiedlichsten Künstlern und Stilrichtungen beeinflussen. Bei den Killerpilzen gibt es keine Vorgaben und keine Limits. Wir komponieren, worauf wir Lust haben. Das kann Punkrock sein, das kann aber auch ein spanischer Gitarrenlauf sein, Metal oder Pop. Wir lieben die Abwechslung.



Die Gazette: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, das Lied « Drei » zu schreiben und dann die Single in einer Auflage von 3333 Exemplaren zu veröffentlichen?

 

KP: Wir wollten unseren Fans nach so einer langen Pause etwas Besonderes schenken. Da kam uns die Idee, alles mit dem 3-er Konzept zu veröffentlichen: 3.333 Stück haben sich da angeboten. Der Ansturm und das Interesse der Fans war dann so groß, dass wir die Single sogar nochmal offiziell im Laden veröffentlicht haben. Dieser Vertrauensbeweis war für uns schon sehr wichtig und toll!

 

Die Gazette: Wollt ihr noch Musik machen, wenn ihr 40 Jahre alt sein werdet (wie die Band « die Ärzte », die zu einer eurer Lieblingsbands gehört)?

 

Jo: Ja, das wäre definitiv schön, wenn wir so lange auf der Bühne stehen könnten, wie die Ärzte. Doch dafür haben wir noch einen langen Weg vor uns. Wir sind aber bereit diesen zu gehen und haben mit der Gründung unserer eigenen Plattenfirma "killerpilzerecords" den ersten Grundstein gelegt. Lautonom soll ein Album von vielen weiteren Alben sein, die uns von einer ehemaligen Teenie-Band den Weg zu lang anhaltendem Erfolg ebnet. Wir entwickeln uns dauernd weiter und sind uns sicher, dass wir musikalisch viel drauf haben. Wir leben unseren Traum und der ist, von der Musik zu leben. Wir würden gerne mit 40 Jahren noch auf der Bühne stehen, wenn wir bis dahin noch Spaß haben. 



Die Gazette: Was wisst ihr über die französische Musikszene?

 

KP: Wir haben ein Duett mit einer französischen Band geplant. Mehr dazu wird man sicherlich die nächsten Wochen erfahren. Wir freuen uns sehr, dass diese Zusammenarbeit entstanden ist. Außerdem waren wir schon mal auf einem Konzert von "Superbus". Sicher können wir bestätigen, dass die französische Musikszene sehr modern und abwechslungsreich ist. Vor allem DJs und Elektro-Acts haben dort eine große Zuhörerschaft. Uns gefällt so eine Art Musik ja auch.

 

Die Gazette: Ihr habt viele Fans in Frankreich. Habt ihr daran gedacht eure nächste Songs auf französisch zu übersetzen?

 

KP: Wir sind die erste deutsche Band, die einen Song auf französisch aufgenommen hat: "Un Premier Matin" und das war ein großer Erfolg. Wir haben uns sehr gefreut, dass die Fans sich so darüber gefreut haben. Wie gesagt, es ist eine Zusammenarbeit mit einer französischen Gruppe geplant, aber alle Songs werden wir sicherlich nie übersetzen. Wir sind eine deutsche Band und die Fans in Frankreich lieben uns mit den deutschen Texten. Sie singen sie außerdem so wunderbar mit, dass man meinen könnte, sie hätten nie eine andere Sprache gesprochen.



Die Gazette: Warum engagiert ihr euch in mehreren Hilfsprojekten?

 

KP: Weil es uns sehr wichtig ist, unsere Popularität für den guten Zweck einzusetzen. Wir sehen, dass wir zusammen mit unseren Fans große Chancen haben, viele Dinge zu bewegen. Wir haben ja in Äthiopien mit unseren Fans zusammen eine Schule für 250.000 Euro finanziert. Das ist super und wir sind sehr dankbar. Mittlerweile läuft schon die nächste Aktion für Äthiopien. Für uns hat das alles eine sehr lange Haltbarkeit, die über unsere Musik hinausgeht. Es macht uns einfach stolz, zu sehen, dass wir als Band, die in Dillingen a.d. Donau begonnen hat, so große Projekte am anderen Ende der Welt zu gestalten. Der größte Danke geht an unsere Fans!!

 

Die Gazette: Was sind eure Lieblingsbeschäftigungen im Tourbus?

 

KP: Schlafen (lächelt) Musik hören, Filme schauen oder Playstation spielen. Im Tourbus haben wir Freizeit und die nutzen wir wie alle anderen auch. Für uns ist der Tourbus ein schöner Ort.

 

 

Die Gazette: Habt ihr schon Projekte für das Ende der Tour?

 

KP: Erstmal steht ja die große Europa-Tour vor der Türe. Also dauert alles noch ein bisschen, bis wir uns neuen Projekten widmen, aber sicherlich werden wir sofort mit den Arbeiten an einem neuen Album beginnen oder ein paar Nebenprojekte ausprobieren. Alle Infos werdet ihr auf www.killerpilze.de finden! Bis bald!

 

Madeline Bourvon

26/03/10

 

Interview auf französisch http://lagazettedeberlin.de/6055.html

Artikel über die Killerpilze http://lagazettedeberlin.de/5910.html








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