06.09.2010  
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  « Theater-Transfer »: deutsch-französische Übersetzerstipendien für zeitgenössische Theaterstücke  
   
 




In Zusammenarbeit mit dem Bureau du Théâtre et de la Danse der Französischen Botschaft in Berlin, dem Goethe-Institut Lyon, Beaumarchais Paris und der DVA-Stiftung Stuttgart ermöglicht das Programm « Theater-Transfer » anknüpfende Inszenierungsprojekte aus dem jeweiligen Nachbarland und fördert somit den « Theater-Transfer » zwischen Deutschland und Frankreich.


Theater Transfer vergibt in der Regel vier Stipendien pro Jahr für die Übersetzung von deutschen und französischen Theaterstücken in die jeweils anderen Sprache.

Der Förderbetrag liegt zwischen 1000 und 2500 Euro, je nach Umfang und Schwierigkeitsgrad des Textes. Die Entscheidung über die Stipendienvergabe trifft ein Gremium aus deutschen und französischen Journalisten, Theatermachern, Übersetzern und Lektoren im Laufe des Sommers. Die Qualität der Übersetzung und des Stückes sind dabei entscheidende Kriterien.




Daewoo

Drei französische Stücke 2009

 

2009 sind drei französische Theaterstücke ins Deutsche übersetzt worden. Daewoo von François Bon wurde von Frank Weigand übersetzt. Dieses Theaterstück erzählt die Geschichte der Firma Daewoo in Lothringen, die mit staatlicher Unterstützung gegründet wurde, und ihrer Schließung 10 Jahre später, als es keine Subventionen mehr gab. Hunderte Arbeitnehmer verloren ihren Arbeitsplatz. Das zweite Stück Faire l’amour est une maladie mentale qui gaspille du temps et de l’énergie (Liebe machen ist eine Geisteskrankheit, die Zeit und Energie verschwendet) ist von Fabrice Melquiot. Übersetzt von Almuth Voß behandelt das Stück die Geschichte von drei Männern, die zusammen wohnen. Drei Polizisten, drei Generationen, aber eine Gemeinsamkeit: Die Einsamkeit. Das letzte Stück Alberto est communiste (Alberto ist Kommunist) von Pierre Lorquet, übersetzt von Silvia Berutti-Ronelt, porträtiert wartenden Gästen in einem Restaurant. Sie warten auf die Empfehlung des Chefkochs, aber nichts passiert. Er hat das Gas abgestellt. Sie beschuldigen Alberto, er habe gesagt, dass er kommunistisch sei.


Bewerbungsvoraussetzungen

 

  • Bewerbungen können von Übersetzer/innen, Verlagen oder Schauspielhäusern eingereicht werden.

  • Die Aufführung, Veröffentlichung oder Ausstrahlung der Stücke sollte geplant sein.

  • Die Stipendien werden für geplante Übersetzungen verliehen. Fertig gestellte Übersetzungen, die vor dem Bewerbungsschluss bereits Gegenstand einer Lesung, einer Inszenierung oder Publikation waren, können nicht berücksichtigt werden.

  • Pro Bewerber darf nur ein Projekt vorgeschlagen werden.




Alberto est communiste


 

Bewerbungsunterlagen

 

Damit die Bewerbung berücksichtigt werden kann, müssen folgende Unterlagen (möglichst per E-Mail) eingesandt werden:

  • Der gesamte Originaltext, mit Angabe des Textumfangs (soweit möglich Anzahl der Zeichen).

  • Übersetzungsprobe von mindestens fünf Seiten sowie eine Kopie der entsprechenden Passage des Originaltextes.

  • Präsentation des Autors und des Theaterstücks mit Begründung der Auswahl (insbesondere bei Neuübersetzung eines bereits übersetzten Stückes)

  • Zusage des Autors bzw. des zuständigen Verlags über die Vergabe der Übersetzungsrechte an den Bewerber.

  • Genaue Angaben zur geplanten Aufführung bzw. Veröffentlichung des übersetzten Stücks (Aufführungsort, Name des Verlages...)

  • Lebenslauf des Übersetzers mit einer Auflistung der bisherigen Übersetzungen.

 

Unvollständig eingesandte Bewerbungsunterlagen können nicht berücksichtigt werden.

 

 

Bewerbungen für Übersetzungen französischer Stücke ins Deutsche richten Sie bitte an:

 

Bureau du Théâtre et de la Danse – Transfert Théâtral

Kurfürstendamm 211

D – 10719 Berlin

btd@kultur-frankreich.de

Tel. +49 (0)30 885 902 58

 

Bewerbungen für Übersetzungen deutscher Stücke ins Französische richten Sie bitte an:

 

Goethe-Institut Lyon – Theater-Transfer

18, rue François Dauphin

F – 69002 Lyon

info@lyon.goethe.org

Tel. +33 (0)4 72 77 08 88

 

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2010

 

 

Madeline Bourvon

04/03/10

 

Die französische Übersetzung zu diesem Artikel finden Sie hier: http://lagazettedeberlin.de/5973.html

 


 
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