Berlin ist bei Franzosen „in“. Im vergangenen Jahr zogen laut Statistischen Landesamt 849 Franzosen an die Spree. Damit waren sie nach den Polen die zweitgrößte Gruppe von Einwanderern in die Hauptstadt. Insgesamt leben hier laut Statistik rund 11.500 Franzosen. Fragt man nach, weshalb sie sich für Berlin entschieden haben, sind die Gründe vielseitig. Die Mieten sind günstig, das Leben ist billig, lautet ein Argument. Viele führte ihr Beruf an die Spree. Gab es nach der Wende kaum französische Firmen in Berlin, haben sie inzwischen deutlich zugenommen. Sie rekrutieren Mitarbeiter aus Frankreich.
Einige Franzosen wollen länger bleiben, etwa weil sie ein Bistrot eröffnet haben. Andere stellen sich auf eine kürzere Etappe an der Spree ein, etwa als Korrespondenten für Tageszeitungen oder als Wissenschaftler. Auch unter Künstlern ist die Stadt beliebt. Von der lebendige Kunstszene angelockt bilden sie eine weitere große Gruppe der Neu-Berlinern aus Frankreich.