imprimer   17.05.2012 
N°. 36Accueil / EmpfangAgendaDie Gazette1. Quartal 2012Die Gazette 2011Die Gazette 2010Die Gazette 2009Die Gazette 2008Politique 20121e Trimestre 2012Politique 2011Société 2012Société 2011EconomieMédias-comScènesExpositionsLivresCultureCinémaMusiqueSportLieuxEntrevuesPhoto de la semaineVos commentairesBlogsNos conseils BlogsSur nos blogs...Créez votre blog!ArchivesNos archivesChronique historiqueL'équipeQui sommes nous?Wer sind wir ?Who are we ?KTO мы ?Fixeur à Berlin ServicesLaisser une annonceInfolettre & RSSPetites AnnoncesPublicité / WerbungAnnonceursLiens / LinksContactImpressum








Bald ist es wieder soweit: Der französische Nationalfeiertag steht an. Am 14.Juli befindet sich das Land im Ausnahmezustand. Überall findet man Feuerwerke, Paraden und Märsche. Es wird getanzt, gefeiert und die Nationalhymne, die „Marseillaise“, wird aus vollem Halse gesungen. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?


Wer an diesem Tag schon mal in Frankreich war, kann bezeugen, dass es einiges zu sehen gibt. Im Gegensatz zum deutschen Nationalfeiertag, dem 3. Oktober, geht es um einiges bunter und lauter zu. In Deutschland erinnert man an die deutsche Wiedervereinigung- Dies wird dazu genutzt wird, bei eher ruhigeren Bürgerfesten und offiziellen Veranstaltungen an die Einheit des Volkes zu appellieren, traditionell geht es da eher ruhig zu – ganz im Gegensatz zu Frankreich.

Doch was feiert diese Nation da eigentlich genau?

 




Der Nationalfeiertag in der Hauptstadt: Feuerwerk in den Farben der Trikolore über dem Pariser Eiffelturm


Ein stürmisches Ereignis

Vor 222 Jahren sah es in Frankreich nicht ganz so rosig aus – das Land war geprägt von Hungersnot, Unterdrückung durch die Monarchie und kaum zugesprochenen Grundrechten und Freiheiten. Das französische Volk leidet, allerdings nicht völlig widerstandslos. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildeten sich in ganz Frankreich, vor allem in der Hauptstadt Paris, kleine Gruppierungen, die es sich zum Ziel gemacht hatten, gegen die Missstände anzukämpfen. Diese Bestrebungen wurden immer größer, bis sie im Jahre 1789, dem Beginn der Französischen Revolution, ihren ersten Höhepunkt finden. Eines der bedeutendsten Ereignisse dieser Zeit war ein gar stürmisches: am 14. Juli 1789 sammelte sich das wütende Pariser Volk und begab sich zu der berühmten Bastille, einem besonders befestigtem Stadttorburg im Osten der Stadt, welches zu jener Zeit vom König als Gefängnis benutzt wurde. Das Volk lehnte sich erfolgreich gegen die königlichen Truppen auf und stürmte gewaltvoll das Gefängnis, um die Gefangenen zu befreien. Dieses Ereignis wird gemeinhin als Geburtsstunde der Revolution gesehen – dass sich zum Zeitpunkt des Sturms nur sieben Gefangene in der Bastille befanden, wird bei diesem historisch so bedeutsamen Tages ja wohl zur Nebensache.

 




Der Sturm auf die Bastille, ein Gemälde von Jean-Pierre Houël

Allerdings erinnert der Nationalfeiertag nur indirekt an dieses Ereignis. Ein Jahr später, am 14. Juli 1790, findet in Paris auf den Champs de Mars zum Gedenken des ersten Jahrestages des Sturms auf die Bastille das sogenannte Föderationsfest statt. Dieses Fest, das als eins der Bedeutendsten der Revolution gilt, fand als Zeichen der Solidarität des französischen Volkes statt und um diese zu symbolisieren, schwor der König Ludwig XVI vor Vertretern aller Stände und Provinzen einen Eid auf die neue französische Verfassung und die Nation. Um diese Symbolik wieder aufzugreifen, wurde dieser Tag am 6.Juli 1880 zum französischen Nationalfeiertag erklärt. Henri Martin, der damalige Berichterstatter im Senat, untermauerte diese Entscheidung: „Der 14. Juli 1790 ist, ich will nicht sagen die Seele Frankreichs, aber die Revolution hat Frankreich sein Selbstbewusstsein geschenkt.“





Das Föderationsfest vom 14. Juli 1790 (Charles Thévenin)




Die offiziellen Paraden des Föderationsfestes auf den Champs de Mars in Paris

Ein Land feiert seine Geschichte

Dieses Selbstbewusstsein feiert Frankreich auch heute noch: ganz in der Tradition des Festes von 1790 wird in Frankreich jährlich 14. Juli zelebriert. Im ganzen Land finden sich an diesem Tag Volksfeste, Paraden und Feuerwerke. Eine typische Besonderheit dieses Tages sind die „Bals des Pompiers“, die im ganzen Land stattfindenden Bälle der Feuerwehr, an denen sich zahlreiche Feierfreudige sammeln und der Revolution und der Solidarität des französischen Volkes gedenken – zumindest theoretisch.

 




Parade französischer Feuerwehrmänner in einem kleinen Dorf – der Auftakt für einen ihrer berühmten Bälle

Wer diesen Tag in Frankreich auf eine wirklich außerordentliche Weise erleben möchte, sollte sich zu diesem Anlass nach Paris begeben. An diesem Tag befindet sich die französische Hauptstadt in Ausnahmezustand: Überall gibt es kleine Feste, Musik und Tanz und am Abend kann man hier ein wirklich außergewöhnliches Feuerwerk begutachten, welches dem 14. Juli einen krönenden Abschluss gibt. Auch die Politiker bleiben hier natürlich nicht fern. In Paris tummeln sich an diesem Tag die wichtigsten Staatsmänner, auch der Präsident, aktuell noch Nicolas Sarkozy, verbringt hier den Nationalfeiertag und hält seine traditionelle Rede.

Aber damit noch nicht genug! Auch das französische Militär präsentiert sich von seiner besten und glamourösesten Seite. Frei nach dem Motto „Aux armes citoyens“ („an die Waffen, Bürger“), einer Zeile aus der französischen Nationalhymne, finden hier aufwändige Märsche und Paraden statt. Das Aufgebot ist riesig: 4000 Soldaten marschieren zu Fuß, 460 auf Rädern, 240 zu Pferd und etwa 60 fliegende Objekte zieren den Himmel. Hier werden keine Kosten und Mühen gescheut, um dem Nationalfeiertag alle Ehre zu erweisen, man kann am Himmel sogar Kampfjets sehen, die in Formation Rauch in den Farben der Trikolore – blau,weiß,rot – hinter sich in die Luft malen. Die Paraden der Soldaten finden traditionellerweise auf den Champs Elysées statt, die für diesen Anlass sogar teilweise gesperrt werden.

 





Die Farben Frankreichs in die Luft gemalt – so feiert man den 14. Juli in Paris

Julia Leick

12.07.2011








pas encore de commentaire

 

Ins Gästebuch eintragen

 

Image CAPTCHA pour prévenir l'utilisation abusive
 
 

La Gazette sur les réseaux sociaux : "déjà plus de 4300 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 1700 sur Twitter" "déjà plus de 4300 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 1700 sur Twitter"

Google
Web La Gazette
Blogs Facebook

Festival Francophonic à Berlin


Prix d'honneur Louise Weiss du journalisme européen.




Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
Beer, Gastl & Partner
Schloßstraße 17
13467 Berlin
Tel. +49 (0)30 810 335 620
www.ra-revel.de

Faites votre pub ici!

Auberges de Jeunesse à Berlin



KOCH KARIMI
Cabinet d’avocats franco-allemand
(Berlin – Paris)
Rechtsanwälte, in Deutschland und Frankreich zugelassen

MEDIATIS
Faire un crédit pour financer ses études à l'étranger

JOBISJOB
Toutes les offres d’emploi à Berlin et partout en Europe





LEO - Dictionnaire