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Sakineh Mohammadi e Ashtiani

Die französische linksliberale Zeitung Libération hat am 15. August den Appell des französischen Philosophen und Journalisten Bernard-Henri Lévy und 17 weiterer Unterzeichner gegen die Steinigung von Frau Sakineh Mohammadi e Ashtiani auf ihrer Titelseite veröffentlicht, der auf dem Blog von Bernard-Henri Lévy erschien. Sie fordern internationale Unterstützung. Unter dem Titel "Die Steinigung von Sakineh muss verhindert werden" unterzeichneten bekannte Politiker wie Ségolène Royal (Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2007), Nobelpreisträger und Hollywoodstars wie Mia Farrow oder Juliette Binoche und tausende Unterstützer kamen hinzu.


Die Iranerin wird seit 5 Jahren in Tabriz gefangen gehalten, wo sie auf die Wiederaufnahme des Verfahrens am 15. August wartet. Sie wurde bereits zu 99 Peitschenhieben wegen unerlaubter Beziehungen außerhalb der Ehe verurteilt, die in Anwesenheit eines ihrer beiden Kinder exekutiert wurden. Sie hatte ihr Verbrechen nur unter Folter zugegeben. Die Unterzeichner kritisieren eine neue nebulöse Anklage (wegen Ehebruchs), die vor einigen Monaten zu einem Todesurteil führte – und nicht irgendeiner Hinrichtungsart sondern zum Tod durch Steinigung! Hinzu kommt, dass die iranische Regierung am 11. August eine weit verbreitete Fernsehsendung ausstrahlte, die die vermeintlichen Geständnisse von Sakineh Mohammadi e Ashtiani zeigte. Eine fast gänzlich im Tschador verhüllte Frau rezitierte von einem Papier, das sie in den Händen hielt, einen schlecht gelernten Text in ihrer Muttersprache, der von einer Off-Stimme übertönt wurde und ihre vermeintliche Mittäterschaft an der Ermordung ihres Ehemannes gestand, der 2005 unter mysteriösen Umständen gestorben war. Auch dieses Geständnis wurde nach Angaben ihres Anwalts unter Folter erzwungen.


Frauen haben keine Rechte im Iran



Vorbereitung einer Steinigung

Die Identität der verhüllten Frau aus der Sendung kann nur stark angezweifelt werden und ihre Aussagen widersprechen denen, die der Guardian vor kurzem veröffentlichte, wo Sakineh erklärte, dass die iranischen Gerichte sie bereits 2006 von der Anklage freigesprochen hätten. Sie würden absichtlich lügen, um einen seit langem abgelegten Fall wieder aufzugreifen und um Verwirrung in den Medien zu stiften und damit eine schnelle Hinrichtung vorzubereiten. Die Justiz beharre auf ihrem Fall, weil sie eine Frau sei und sie in einem Land lebe, wo Frauen ihrer einfachsten Rechte enthoben seien. Sie hatte noch nicht einmal das Recht auf ein klares Urteil in einer Sprache, die sie versteht hebt die Petition hervor. Nach iranischem Recht dürfen Frauen nur gesteinigt werden, wenn sie während ihrer Ehe Sex mit einem anderen Mann hatten. Sakineh soll zum fraglichen Zeitpunkt bereits Witwe gewesen sein. Das Verfahren wurde wieder aufgerollt und sie wegen Ehebruchs verurteilt. Zudem wird ihr die Verwicklung in die Ermordung ihres Mannes vorgeworfen und das Geständnis im Fernsehen ausgestrahlt, um die Hinrichtung zu beschleunigen. Die Petition macht darauf aufmerksam, dass der Tod durch Steinigung im iranischen Recht nur möglich ist, wenn die Familie des Opfers das fordert (was bei Sakineh und der Familie ihres Mannes natürlich nicht der Fall ist!).


Nicht die Augen schließen und schweigen

Die beiden Kinder von Sakineh haben auf die Hinrichtung im Internet mit einem Appell an die Menschen auf der ganzen Welt aufmerksam gemacht. Es ist notwendig auf den Appell von Sakinehs Kinder zu reagieren, die uns anflehen nicht die Augen zu schließen vor einer so brutalen wie plumpen Inszenierung und ihren Albtraum nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Die Unterzeichner der Petition verlangen die Aufhebung jeglicher Hinrichtungsform, die sofortige Freilassung und die Anerkennung ihrer Unschuld. Sie appellieren auch an die UNO das iranische Regime an sein Versprechen von 2002 und 2008, zur Abschaffung solcher barbarischen Strafen, die das Blut gefrieren lassen zu erinnern. Sie bitten um: Gnade für Sakineh, Gnade für den Iran

 

 

Lili Schackert 19.08.2010

 

 

Unterstützung von Libération 

Die Petition unterzeichnen

 









resultats entre 1 et 3 de 3
 

sapiens /// Sonntag, 22-01-12 13:11

S T O P aux religions!!!!!!

ça suffit !

 

coeur a berlin /// Dienstag, 24-08-10 01:50

L'horreur est double quand la politique et la religion se conjuguent.

 

é π curien /// Sonntag, 22-08-10 05:42

c'est incroyable qu'il y ait des tarrés qui en soient encore là aujourd'hui!

Ils feraient mieux de s'éclater de baiser, de danser, et de faire le bien autour d'eux...

c'est fou cette tendances des frustrés à prendre la tête aux autres!

 
 

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