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Garagiste français à Berlin

imprimer   25.05.2013 
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" Etwas aussagen", das scheint das Leitmotiv von Stromae zu sein. Der neue belgische Liebling der Deutschen machte eine Pause von den Studioaufnahmen für einen Blitzbesuch in Berlin. Nach einer kurzen Nacht antwortet das wahrhaftige Idol der Jugendlichen mit einem großen entwaffnenden Lächeln auf unsere Fragen. Der langgliedrige Sänger und Komponist mit dem jugendlichen und zerbrechlichen Aussehen der es geschafft hat aus dem gesellschaftlichen Unwohlsein einen Hit zu machen, hat keine Angst ernste Themen anzusprechen. Mit 25 Jahren wohnt er noch bei seiner Mutter (aber nicht mehr lange!) und hörte nicht auf, von sich Rede zu machen.


Was machen Sie nun? Elektro oder Hip Hop?

 

Es ist nicht meine Arbeit, Etiketten zu setzen. Aber es ist wohl am ehesten eine Überkreuzung zwischen verschiedenen Stilen, von denen ich einen integriert habe ohne mir wirklich klar darüber zu werden : Pop, oder Rock, wie zum Beispiel Louise Attaque... In Wirklichkeit kann es nicht beschränkt werden auf eine Art Treffpunkt zwischen Elektro und Hip Hop.

 

Im Lied Alors on danse erinnert die Stimme wirklich an die von Gaëtan Roussel (Sänger von Louise Attaque), es gibt diese lässige Seite in den Tiefen…

 

Ebenso ernüchtert, das stimmt. Wie Sie sehr gut beschrieben haben, gibt es Hip Hop und Elektro. Elektro betreffend ist es mehr New Beat, Neunziger, mit Leuten wie Technotronic, natürlich  von da wo wir herkommen (Belgien), und dann gibt es Snaps. (mit den Fingern schnipsen), also sehr Eurodance. Und die gesangliche Seite, die man nicht vernachlässigen sollte, das ist es vielleicht, was den Unterschied macht. Ich weiß nicht ob die Deutschen alles verstanden haben was ich erzählen wollte? Der Sinn wird vom Clip und der Stimme unterstützt. Wenn ich ihn mit splitternackten Mädchen die mit Trompeten tanzen gedreht hätte, wäre es wohl als sinnleeres Stück aufgenommen worden. So wie er jetzt ist glaube ich, dass sie verstanden haben, dass es eine kleine Geschichte dahinter gibt, und dass es dem Jungen nicht besonders gut geht. Das ist immer der Liedstil der mir wichtig ist: Etwas über eine Musik zu vermitteln. Danach kann sie tanzbar sein oder weniger, aber sie muss immer etwas aussagen.



Wann erscheint also das Album?

 

Heikle Frage… es kommt (lacht)...im Frühling? Ich hatte Frühling gesagt. Es war vorgesehen für April, aber wir haben es ein wenig aufgeschoben bis Mai, spätestens Juni.

 

Den Klang betreffend, noch einmal, wird es eher Elektro oder Hip Hop sein?

 

Eher Elektro aber mit großen New Beat Einflüssen. Also Snaps wie ich gesagt hatte, guter Old School... unbewusst bin ich trotzdem damit aufgewachsen. Ich war fünf Jahre alt, es war Anfang der Neunziger Jahre, Technotronic und all das, Pump Up the Jam war eine ziemlich wichtige Hymne.

 

Wie kann man den Fans versichern, dass der Hit Alors on danse mehr ist als ein One Hit Wonder?

 

Das ist die große Befürchtung, das war nie die Absicht. Dieser Erfolg ist wirklich eine Überraschung! Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können so einen Erfolg in Frankreich und Deutschland zu haben. Schon in Belgien aufgestiegen zu sein war traumhaft. Seit ich Alors on danse komponiert hatte wusste ich, dass ich es  auf dem Album haben will. Es gab auch das Stück Up saw liz, die erste Aufnahme, das ich wirklich auf dem Album haben wollte. Jetzt fängt es an zu veralten, es ist schon über ein Jahr her. Nach und nach fahre ich fort, meine Stücke zu komponieren, nachdem ich mich auf den Erfolg des Stückes Alors on danse konzentrieren musste. Ich habe weniger Zeit, für das Album zu arbeiten, aber es gibt neue Stücke, die kommen werden und ich behandle die Themen wie die Religion. Man versucht, sich zu maskieren, alles läuft gut, ist es nicht so? Allen geht es gut!  Es gibt nie Probleme, das ist cool! (lächelt).

 

Und Sie selbst? Geht es Ihnen wirklich gut? Weil es schon fast Teil Ihrer Persönlichkeit zu sein scheint immer zu lächeln, gut gelaunt...

 

Im Grunde bin ich sehr zwischen zwei Extremen, also ich bin nicht wirklich fröhlich. Ich bin sehr unentschlossen, ich weiß, was ich nicht will, aber nicht was ich will. Also bin ich jemand sehr pessimistisches, aber es ist immer angenehm vom Gegenteil überrascht zu werden. Also ist es immer ein wenig doppelsinnig. Das ist übrigens das Thema des Albums das „Rassemble tes cheese » oder etwas in diesem Stil heißen wird, denn es ist gerade dieses Lächeln das man von mir erwartet seit ich klein war.

 



Sie sind sicher belgisch, aber Sie sind auch zur Hälfte ruandisch. Ruanda ist kein harmloses Land. Welchen Bezug haben Sie zu diesem Teil von Ihnen und der Tragödie, die das Land erfahren hat?

 

Ich habe meinen Vater nicht wirklich gekannt, ich habe ihn nur einige Male in meinem Leben gesehen aber ich habe keine tollen Erinnerungen. Ich habe den Großteil meiner Zeit mit meiner Mutter verbracht, sie ist es die mich aufgezogen hat, ganz alleine. Aber ich habe immer starken Kontakt zur Schwester meines Vaters und seiner ganzen Familie gehalten. Also wurde ich unvermeidlich damit in Berührung gebracht. Ich habe Cousins die sehr nahe Verwandtschaft verloren haben, somit war mir ihre Situation nicht fremd. Aber ich habe die Geschehnisse von weit weg miterlebt. Ich war da als sie anriefen und sagten: „Wir haben diese und jenen verloren“ während der Ereignisse. Ich war ganz klein, aber ich erinnere mich, dass wir mit der Familie zusammen waren, ich fühlte mich nicht sehr gut übrigens, wir waren zusammengekommen und warteten die Anrufe aus Ruanda ab, es war eine seltsame Situation.

 

 

Sie haben in Bolivien gelebt?

 

Ich habe dort nicht gelebt, aber wir waren dort zwei Mal für sechs Wochen, meine Mutter ist Rucksacktouristin. Wir sind in  Buenos Aires angekommen und sind mit dem Bus bis Bolivien gereist. Im Nachhinein war es schwierig, aber es sind die wunderbarsten Erinnerungen. So wie im LKW in Mali zu reisen, das impft sehr gute Werte ein. Mali ist sehr schön, ich habe den Norden sehr gemocht, die Wüste war ruhig. Der Süden war sehr «  toubabou toubabou, Geld Geld», ich war ein wenig geschockt, aber so ist die Realität.

 

Was kennen Sie von Deutschland?

 

Absolut nichts ! Dies ist mein zweiter Besuch in Berlin, beim ersten Mal habe ich den Dom gesehen, und ich habe nicht einmal die Mauerreste sehen können, ich habe noch nichts gesehen. Das ist ein bisschen schade, wir versuchen, ein wenig Zeit zu nehmen zum Besichtigen. Jedes Mal wenn wir kommen, fahren wir nach der Promo gleich wieder, weil wir versuchen uns wirklich auf das Album zu konzentrieren, für das ich versuche in Brüssel zu arbeiten. Alles was mich ablenken könnte wird beseitigt.

 

Sie kommen vom Hip Hop. Gibt es nicht Leute, die Ihnen jetzt den Rücken kehren?

 

Ich glaube nicht, dass man sich damit aufhalten sollte. Ehrlich gesagt dachte ich, dass mir mehr Leute den Rücken zukehren würden. Aber das ist selten. Die Typen sagen mir « Respekt, also lass uns tanzen », obwohl ich dachte, dass sie eher « Hau ab, du machst Mist » sagen würden (lacht). Selbst sehr glaubwürdige Rapper in Frankreich unterstützen mich in dem was ich tue, das bereitet mir große Freude. Nun gibt es immer einige Enttäuschungen, aber damit muss man leben.

 

Radiosender, die normalerweise so gut wie nie franzözischsprachige Musik spielen, wie zum Beispiel Kiss FM, wurden von Jugendlichen mit E-Mails bestürmt. Wie kommt es, dass es in Deutschland so gut läuft?

 

Diese Frage ist nicht an mich zu stellen (lächelt). Ehrlich gesagt kenne ich den Ursprung des Erfolgs. Nun, da es dieses Ausmaß angenommen hat, weiß ich darüber absolut nichts.

 

Was ist denn der Ursprung?

 

Der Ursprung ist ein  DJ der DJ Passion heißt und in Portugal war, er hörte das Set von DJ Snake (einem französischen DJ), der den Song von DJ Psar bekommen hatte, meinem DJ. Also hat DJ Passion ihn noch einmal angehört im Internet und hat ihn dem Programmgestalter von big FM (Stuttgart) vorgespielt, der sagte „Das gefällt mir“, und sie haben ihn gespielt. Den Rest kennt man ja! Die Deutschen waren also bereit, den Sound auf französisch zu bekommen. Aber das Folgende ist mir unerklärlich.




Stromae im Berliner Club Tube Station

Werden Sie beim Französischen bleiben? Weil es viele Leute gibt, die glauben, dass man nun zum Englischen übergehen muss um international Erfolg zu haben, Sie beweisen genau das Gegenteil…

 

Erfolg? Das wird man mit der Zeit sehen! Auf jeden Fall will ich als Künstler anerkannt werden. Das war immer mein Ziel. Ich erzähle Dinge. Wenn ich Künstler gewesen wäre in der Zeit des Hip Hop über Autos zu reden, über Bling Bling, ich glaube dann wäre ich eher in der One Hit-Marktlücke gewesen. Aber so sind wir dabei, uns mit dem Album zu verspäten und alles zurückzuschieben was Show und Promo ist...Und die Sprache betreffend, wir sind alle ein bisschen mit franglais (Anm. : wie „Denglisch“) aufgewachsen. Manchmal rutschen mir Versprecher heraus wenn ich Up saw liz singe, das ist nicht einmal englisch! Ein Stück wie Peace or Violence, von dem ich fand, dass es sehr gut klingt, und es ist aus einem Sprachdreher entstanden. Der Rest des Textes ist ganz auf französisch, aber der kleine Teil  « Peace or Violence » kam von alleine und ich sagte mir: « Auf geht’s, das nehmen wir auf. » Und so kam mir übrigens die Idee, ob wenn man das Peacezeichen macht es Frieden anzeigt oder V wie Gewalt (violence).

 

Was möchten Sie den Leuten sagen die behaupten, dass sie ein Marketingprodukt sind, mit ihrem Engelsgesicht, ihrem Hit, der gut angenommen wird etc.?

 

In Alors on danse merkt man, dass es der Person nicht sehr gut geht. Ich habe in der Disko Leute gesehen, die nicht sehr glücklich waren und die versuchten, es zu sein indem sie lächelten und den Anschein zu geben, Party zu machen um ihre Probleme zu vergessen, aber sie haben sie nie vergessen. Denn sechs Stunden später waren sie immer noch da. Wenn man sich nur die Stücke anhört, sieht man, dass es stimmt, dass alles wirklich in Belgien begonnen hat, man muss sich nur die Themen anhören, ich kann Pädophilie immer auch elektronisch behandeln. Man kann mit der Musik Geschichten erzählen.

 

 

Was hat sich durch Ihren Bekanntheitsgrad in Ihrem Leben verändert?

 

Der Fakt, dass ich immer noch in meinem kleinen Dorf wohne schützt mich. Wenn ich wirklich in Brüssel wäre, hätte das Auswirkungen. Aber so gibt es niemanden der/die mich erkennt bis auf zwei-drei Male, außerdem ist es ein niederländischsprachiges Dorf… es ist sehr ruhig, es gibt niemanden, daran hat sich nichts geändert.

 

Mit den Freunden und Freundinnen hat sich nichts verändert?

 

Da hat sich nichts geändert. Es ist ein wenig komplizierter geworden, unvermeidlich sieht man sich etwas seltener, das stimmt, aber meinen Geburtstag haben wir gefeiert. Wir versuchen trotzdem, Momente miteinander zu verbringen… und die Familie, das Wichtigste, der familiäre Rahmen, ich habe immer bei meiner Mutter gelebt, in meinem kleinen Zimmer…ohne Anmaßung, wir haben irgendwie das gleiche Leben! (lacht)

 

Und diese Idee mit den Stücken im Internet?

 

Die Grundidee kam von Dimitri, meinem Manager, der mir sagte: « Man sollte eine Realityshow machen, um zu zeigen was du machst.“ Weil ich vorher neben meinem Studium gearbeitet habe, ich habe für KünstlerInnen wie Mélissa M komponiert, ein bekanntes Stück, sehr jung, und für Kery James, glaubhafter in der französischen Szene. Kurzum, man müsste zeigen, dass ich weiterhin arbeitete. Aber ich antwortete: „Ich bin nicht 50 Cent, ich bin nicht Snoop Doggy Dogg, ich habe nicht das Leben von 50 Cent », und außerdem finde ich es ein wenig lächerlich es so zu versuchen. Ich mache den Lehrer, ich gebe Belehrungen und ich erkläre wie ich ein Stück mache. Die Idee hat sogar ein wenig von sich Reden gemacht. Es gibt viele KünstlerInnen, die über das Internet Musik machen, man muss versuchen, sich musikalisch zu unterscheiden.

 

 

Die Fliege, ist die immer oder nur für die Shows?

 

Was sehr wichtig ist, ist zu überraschen. Ich habe viel kommuniziert mit dieser Fliege, es sollte trotzdem einige Merkzeichen geben. Aber es stimmt, dass ich sie für Shows gerne anziehe, ich mag keine großen Fliegen, aber eine kleine ist was anderes (lächelt). Ich achte sehr darauf, wie ich mich anziehe, das ist wichtig, und ich glaube, dass das Teil der Arbeit eines Künstlers/einer Künstlerin ist. Es ist auch Kunst, es sollte keinerlei Kunst vernachlässigt werden.

 

 

Für die Fans, die es interessieren könnte: Werden Sie noch lange bei Ihrer Mutter  wohnen?

 

Nein, ich werde bald weggehen. Man wird trotzdem sein Leben machen mit 25 Jahren, es ist Zeit, wegzugehen, ich werde nicht mein ganzes Leben bei meiner Mama bleiben.

 

Interview RPG und Madeline Bourvon, Übersetzung Marion Bergermann

 

 

Das Interview auf französisch: http://www.lagazettedeberlin.de/6100.html

 

 









resultats entre 1 et 3 de 3
 

Sarunas Nikstele /// Mittwoch, 16-06-10 17:51

Hellp me I cant find my cousin ..:( Shes name and surname is Migle Lukosiunaite .She live in DEOTUCHLAND Contact ME!!

MARLLBORO16@GMAIL.COM

 

Sarunas Nikstele /// Mittwoch, 16-06-10 17:48

Good day I want you to help me find my cousin .Shes name and surname is Name Migle Lokusiunaite.I know it is only so much. I write as marllboro16@gmail.com I will you help me find it ...

 

Sarunas Nikstele /// Mittwoch, 16-06-10 17:43

Wer kann helfen mein Vetter ist der Herausgeber Lokusiunaite Deutschland? Ihnen zu helfen .. danke .. Bitte kontaktieren Sie mich ich marllboro16@gmail.com

Good day I want you to help me find my cousin dwelleth detuchland. Name the editor Lokusiunaite. ape I know it is only so much. I write as marllboro16@gmail.com will you help me find it ...

 
 

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