Die schwere, goldene Trophäe „César“ sorgte am vergangenen Samstag in Paris für freudige Gesichter, viel Blitzlicht und reichlich Danksagungen.
Der Gewinner des Abend: "Un Prophète"
Das französische Kino wird gefeiert und feiert sich selbst bei der 35.Verleihung des Filmpreises Césars in Paris. Am 27.Februar wurde, wie jedes Jahr, im Théâtre du Châtelet in Paris der wichtigste französische Filmpreis in 20 Kategorien vergeben. Den Ehrenpreis erhielt Harrison Ford. Die diesjährigen Gewinner sind:
Bester französischer Film: „Un prophète“ (Pascal Caucheteux, Grégoire Sorlat, Marco Cherqui, Jacques Audiard)
Beste Kostüme: Catherine Letterier („Coco avant Chanel“)
Beste Kamera: Stéphane Fontaine („Un prophète“)
Bester Schnitt: Juliette Welfling („Un prophète“)
Bester Ton: Pierre Excoffir, Bruno Tarrière, Sélim Azzazi („Le concert“)
Jacques Audiard hat dieses Jahr den größten Anlass zur Freude, sein Film „Le prophète“ wird gleich mit 9 Auszeichnungen gewürdigt. Der Regisseur wirkte beinahe verlegen, als er den Preis für den besten französischen Film entgegennahm.
Auch Isabelle Adjani war erfolgreich: Sie wurde bereits zum 5.Mal als beste Schauspielerin ausgezeichnet, dieses Mal für ihre Rolle in „La journée de la jupe“ („Heute trage ich Rock!“). Die 54-jährige Schauspielerin schien überrascht, stolperte beinahe weinend auf die Bühne und nahm ihren fünften César von Gérard Depardieu in Empfang.
Die Gala konnte man sich am vergangenen Samstag auf TV5 auch von Deutschland aus ansehen.