Charles de Gaulle – 1959 bis 1969
Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, der „alte Franzose und der uralte Deutsche“, haben jahrelang an der deutsch-französischen Freundschaft gearbeitet. Sie gipfelte am 2. Januar 1962 in der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages.
Georges Pompidou – 1969 bis 1974
Georges Pompidou, der konservative Gymnasialprofessor aus der Auvergne, fand mit Willy Brandt niemals zu der entspannten Vertrautheit, die noch das Verhältnis de Gaulles und Adenauers geprägt hatte. Doch, ein bewegender Augenblick, bei seinem letzten Besuch am Rhein versicherte der sterbenskranke Präsident dem Kanzler, dass die deutsch-französische Partnerschaft eine Konstante der Politik seines Landes bleiben werde.
Valéry Giscard d’Estaing – 1974 bis 1981
Sie waren ein merkwürdiges Paar: der französische Aristokrat Valéry Giscard d’Estaing mit seiner Eleganz und seinen Salonmanieren und Helmut Schmidt, der politische Intellektuelle aus der nordischen Hansestadt. Gemeinsam regten sie die Bildung eines europäischen Währungssystems an.
Francois Mitterrand – 1981 bis 1995
Unvergessen, die rührende und zugleich groteske Szene, als Helmut Kohl, der christdemokratische Riese und Mitterrand, der schmächtige Sozialist, 1984 im symbolträchtigen Verdun Hand in Hand der gefallenen Soldaten der zwei Weltkriege gedachten.
Jacques Chirac – 1995 bis 2007
Das gute persönliche Verhältnis von Jacques Chirac und Gerhard Schröder kam nicht zuletzt in der brüderlichen Umarmung zum Ausdruck, mit der sich die beiden zu begrüßen pflegten. „Madame la chancelière“ wiederum wurde von dem charmanten Staatspräsidenten auf ihrer ersten Auslandsreise mit einem angedeuteten Handkuss empfangen.