Frank Rognon bewegt sich auf den Spuren der neueren Historie quer durch Berlin. „Geschichte wird hier überall so sichtbar, wie in kaum einer anderen Stadt Europas – auf der einen Seite der pompöse Dom, auf der anderen Seite klaffen die Lücken des Palastes der Republik.“ Berlin, das sei nicht immer eine schöne Stadt, „aber es sind gerade die Kontraste, die sie so interessant machen“. Frank Rognon lebt für acht Monate gleich um die Ecke des Kollwitz Platzes. Und ist verblüfft, „wie gemütlich, fast dörflich die Atmosphäre hier ist, während die Regierungsgebäude doch quasi um die Ecke sind“. In unmittelbaren Zusammenhang rücken die historischen Ereignisse mit seiner persönlichen Geschichte. Mit dem Krieg kam seine Familie von Deutschland nach Frankreich, er selbst wurde in Paris geboren. Deutsch wurde zu Hause nicht gesprochen, heute lernt er es inmitten Berlins.